Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) schließen die Kircheninsel an das öffentliche Kanalnetz mit einem Regenwasserkanal an. Eine Versickerung muss bei der Stadt Wuppertal beantragt werden. Broschüre „Regenwasser in der Stadt“ (PDF, 12 MB)

Im Garten und angesichts des Klimawandels ist Regenwasser jedoch eine Ressource und kein Abfall

Für eine lange Zeit hat die Stadtplanung die Möglichkeiten übersehen, die das Regenwasser in städtischen Systemen und für das Stadtgrün bietet. Regenwassersammler und verrohrte Bäche sind an der Tagesordnung. Angesichts des zunehmend aufgeheizten Stadtklimas muss die Abkehr von dem Gedanken, Regen als zu entsorgenden Abfall anzusehen, überwunden werden. Stattdessen sollte das Regenwasser als Teil des natürlichen Wasserkreislauf und als nicht-erneuerbare Ressource angesehen werden, die geschützt und unterstützt werden sollte. Wir müssen lernen, auch zeitweise Überschwemmungen bei Starkregenereignissen als regeneratives Element anzusehen, das auch das Leben auch im städtischen Umfeld verbessern kann.

Diesen Wasserkreislauf im Inselgarten für alle ganz konkret sicht- und verstehbar zu machen, ist unser Versuch, eine positive Beziehung zwischen natürlichen Prozessen, Pflanzen, Tieren und Menschen zu schaffen. Dazu entwickeln wir beispielhafte, naturbasierte Maßnahmen zu Klimafolgenanpassung im Garten und in der Stadt, die jeder nachmachen kann.

Naturbasierte Maßnahmen im Garten:

  • Wasser sparen: Regenwassernutzung mittels Zisternen und Wasserfässern
  • Vielfältige Geländegestaltung: Feuchtbiotope, Swales und Regenwasserbecken zum Zurückhalten sowie zur Versickerung und Verdunstung. Bei der oberflächigen Versickerung versickert das Wasser durch die belebte Bodenzone. Typische Versickerungsarten sind die Muldenversickerung, die Teichversickerung und die großflächige Versickerung. Diese sind meistens erlaubnisfrei.
  • Unterirdische Versickerung: Technische Versickerungsanlagen zur Grundwasserbildung (Rigolen, Schächte) sind genehmigungspflichtig.
  • Begrünung von Dächern und Wänden
  • Entsiegelung von Wegflächen

Für diese Maßnahmen haben wir einen Sockelbetrag von 3000 € aus dem Bürgerbudget beim Barcamp im Januar erhalten.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung für und in den Gärten haben wir in einer Session beim Bacamp #OKNRW jetz am 16. November zum Thema gemacht. Es geht aber darum, die Zusammenarbeit zu organisieren und über eine Online-Plattform zeit- und ortsunabhängig möglich zu machen. Dazu arbeiten wir hier online zusammen: https://wechange.de/group/wuppertals-urbane-garten/ Wir brauchen dazu Stadtplaner & Gärtner, it-ler, Redakteure & Moderatoren, Schreiber & Fotografen, Dilletanten, Liebhaber und Professionals, einfach jeden, der mitmachen will. Die nächsten Schritte sind:

  • Offene und freie Ideenfindung für Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung in den Gärten oder auf öffentlichen Flächen
  • Kommentierung, Bewertung und Abstimmung über die Ideen
    • Ziel ist es konkrete Projekte in unterschiedlichen Gärten im Laufe des Jahres umzusetzen und zu dokumentieren: Gesetzt sind im Inselgarten und auf dem Permakulturhof Regenwasserprojekte.
  • Dokumentation und Anleitung für andere Bürger zum Nachmachen ausarbeiten und als Broschüre veröffentlichen:
    • Collabrorative Textzusammenarbeit online
    • Bilderauswahl
    • Der Satz und Druck einer entsprechenden Broschüre für die Bürger ist im Rahmen des Bürgerbudgets geplant.

Wer Interesse an dem Projekt hat, melde sich bitte bei uns!

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